Geschichte

Schloss Wilkinghege, einst eine alte Wasserburg und urkundlich bereits im Jahre 1311 als Lehnsgut der Familie Rhemen zu Barensfeld erstmals erwähnt, kam noch im gleichen Jahrhundert in den Besitz des münsterschen Patrizierhauses von Cleyhorst.

Das Schloss wurde 1550 von der Familie Steveninck zu Broich in der noch heute bestehenden Form neu erbaut. Herr von Harde und seine Gemahlin Katharina von Keppel ließen dann 1719 Haus Wilkinghege von Gottfried Laurens Pictorius im Spätrenaissance-Stil umbauen, wovon noch heute das von zwei Löwen gehaltene Doppelwappen über dem Eingangsportal zeugt.
Nach vielfachem Besitzerwechsel wurde Wilkinghege im Jahre 1779 wieder Eigentum der Familie Rhemen zu Barensfeld.

Viele bedeutende Persönlichkeiten residierten und waren im Verlauf der langen Vergangenheit hier zu Gast, so unter anderem Fürstbischof Franz von Waldeck, Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen, Franz Freiherr von Fürstenberg, Napoleons Marschall Kléber und die berühmte Dichterin Annette von Droste zu Hülshoff.

Nach dem Aussterben der Familie Rhemen zu Barensfeld ging das Schloss mit angrenzendem Gut in die Hände des Großvaters des jetzigen Eigentümers Rembert Winnecken über und wurde bis zum Umbau 1955 als Landgut geführt. Danach wurde Wilkinghege seiner heutigen Bestimmung als Hotel-Restaurant übergeben. Beim Wiederaufbau nach einem Brand im Jahre 1958 wurde der alte Schlosscharakter weitgehend gewahrt.

1970 wurden die ehemaligen Wirtschaftsgebäude in den Hotelbereich integriert. 20 Jahre später wurde in diesem Teil des Hauses die Bettenzahl reduziert, um durch Neukonzeption der Zimmer und Suiten ein Angebot für höchste Ansprüche zu schaffen.